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Stillabenteuer – Gibt es das „normale“ Stillen?

Stillabenteuer – Gibt es das „normale“ Stillen?

Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihr Baby, und durch die vielen Vorteile des Stillens profitiert es auch in zahlreichen anderen wichtigen Bereichen von Ihrer Milch.

Sie haben bestimmt schon davon gehört, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, mindestens sechs Monate ausschließlich zu stillen. Aber welche Gründe stecken dahinter? Ganz einfach: Stillen ist eine der effektivsten Möglichkeiten, um die Gesundheit von Kindern zu gewährleisten, und wenn die WHO-Empfehlung überall befolgt wird, könnten jedes Jahr ungefähr 820.000 Kinderleben gerettet werden1 – ein ziemlich überzeugendes Argument.

Auch wenn das anfängliche Anlegen, direkt nach der Geburt reibungslos geklappt hat, können im weiteren Verlauf des Stillprozesses immer wieder Hürden auftreten. Und wie diese zu meistern sind, das hängt ganz von Ihnen ab. Wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Es heißt nicht umsonst, dass das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt.

Auch im Heiligen Qur-ân werden Mütter zum Stillen ihrer Kinder angewiesen:

Und (die geschiedenen) Mütter sollen ihre Kinder zwei volle Jahre säugen, so jemand will, die Säugung vollständig zu machen.“[ 2:234]

Eine richtige Anleitung zum Stillen gibt es nicht, es gibt vieles, was als „normal“ betrachtet wird. Stillstreiks, Koliken, volle Windeln, und und und können das Stillen stören, was eigentlich eine sehr schöne und entspannende Zeit für Baby und Mutter sein sollte. Sätze wie „Also ich konnte mein Baby im Liegen stillen, mit einer Tasse Kaffee in der einen Hand und dem Kochlöffel in der anderen Hand“ sollten Sie als frische Mama nicht stutzig machen. Es ist noch keine Supermama vom Himmel gefallen. Sehr wohl ist jeder beim zweiten Kind um einiges schlauer, doch auch da sollte man im Hinterkopf behalten: JEDES BABY IST EIN INDIVIDUUM und demnach anders.

Ich bin mit 23 Jahren das erste Mal Mutter geworden. Habe während der Schwangerschaft vergessen, an die Zeit danach zu denken. Wenn das Baby da ist. Und wenn das Baby dann da ist, und das erste Mal nach einigen Wochen die Brust verweigert und sich auch nicht anders  beruhigen lässt, fangen die ersten Zweifel an: „Mag mein Baby mich nicht?“ Wenn das Baby sich jedoch beim Papa beruhigen lässt und dann auch noch in seinem Arm einschläft, kommt der ein oder andere eifersüchtige Gedanke „Eigentlich sollte sich das Baby doch in meinem Schoß am wohlsten fühlen“.

Einen kleinen Tipp schon einmal vorab: sollten sie bereits schwanger sein oder es planen, dann kümmern Sie sich schleunigst um eine Hebamme. Denn diese sind bereits über ein halbes Jahr im Voraus gebucht.

Mehr dazu im zweiten Teil des Beitrags.